Vor fünfzig Jahren, genauer gesagt am 11. Februar 1951 trafen sich auf Einladung von Hans Hommer im Gasthaus „ Altes Holztor „ in Eltville 8 wassersportbegeisterte Paddler um einen Verein ins Leben zu rufen der den Kanusport im oberen und mittleren Rheingau publik machen sollte. Diese Versammlung war von Erfolg gekrönt, denn als diese 8 Kameraden auseinander gingen hatten sie einen neuen Verein gegründet, dem sie den Namen "Rheingauer Kanu - Club 1951 e.V.", gaben. Den Vorsitz übernahm der Sportkamerad Hans Hommer.

Schon bald wurden immer mehr wassersportbegeisterte Mitglied im RKC, wie der Verein sich abgekürzt nannte. Schon im Gründungsjahr, sowie in den Jahren 1952 bis 1955 wurden Wanderfahrten auf europäischen Flüssen durchgeführt. Sogar die Insel Mallorca, die damals noch touristisches Neuland war, wurde mit dem Faltboot besucht.
Diese Fahrten fanden bei den Mitgliedsvereinen des Deutschen Kanu - Verbandes lebhaften Zuspruch.

In diese Zeit fielen auch Bemühungen des R K C in Eltville am Rheinufer ein Bootshaus für die Unterbringung der Sportboote zu errichten. Doch war es der Stadt Eltville damals nicht möglich dem Verein ein passendes Gelände zur Verfügung zu stellen.

Im Februar 1953 verließen die Sportkameraden und Sportkameradinnen aus Oestrich und Winkel den Rheingauer Kanu - Club um in Winkel einen eigenen Kanuverein zu gründen. Aus diesem Kanu - Club Winkel ging wiederum einige Jahre später die Wassersportgemeinschaft Oestrich hervor.

Am 2. Okt. 1958 fand im Gasthaus „ Zum Kellermeister „ in Erbach eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, bei der beschlossen wurde den Sitz des Vereins von Eltville nach Erbach zu verlegen. Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend:
1.) Über die Hälfte der Mitglieder des R K C waren aus Erbach,
2.) und das war der Hauptgrund, durch den Neubau der Umgehungsstraße bestand die Möglichkeit ein geeignetes Gelände für den Neubau eines Bootshauses zu erhalten.
In dieser Versammlung wurde unser Sportkamerad und heutiges Ehrenmitglied Walter Nikolai zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Aber zurück zum Bootshaus- Neubau. Die Gemeinde Erbach unterstützte tatkräftig unser Anliegen, konnte aber wegen der unklaren Verhältnisse am Rhein uns kein Gelände zur Verfügung stellen. Erst durch Initiative der Herren Robert und Eberhard von Oetinger, die leider nicht mehr unter uns weilen, konnte unser lange gehegter Wunsch auf ein eigenes Bootshaus in Erfüllung gehen.
Herr Eberhard von Oetinger erklärte nämlich anläßlich einer Gemeinde- Vertretersitzung, bei der das Thema Bootshausbau behandelt wurde, in seiner unnachahmlichen Rheingauer Art „ Ei wenn die Gemoo nit kann, dann solle die Paddler halt emool zu uns komme „ Zu gut deutsch „ Wenn die Komune nicht kann, dann wollen wir halt helfen „ Denn diese beide Herren stellten dem R K C ein Teil ihres Privatgeländes für den Bootshausbau zur Verfügung. Damals noch am A - Peedsche. Heute ist dies die Rheinallee.
So konnte unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Walter Nikolai im Mai 1960 mit dem Neubau des Bootshauses begonnen werden. Nach gut 2 jähriger Bauzeit wurde das, ausschließlich in Eigenarbeit erstellte Bootshaus am 22. September 1962 feierlich seiner Bestimmung übergeben.
Unser Haus hatte zu dieser Zeit eine Lagerkapazität von 60 Sportbooten und einen kleinen Aufenthaltsraum. Mittlerweile wurde der Aufenthaltsraum auf die doppelte Größe erweitert, Sanitär- Anlagen eingebaut. Wegen des Wassereinzugsgebietes war das vorher nicht möglich. Die Lagermöglichkeit auf 80 Sportboote gebracht, der Bootshaushof mit Verbundpflaster versehen, und eine abends beleuchtete Außenuhr zeigt jedem vorbeigehenden wo in Erbach das Bootshaus der Kanuten steht. Da nun der R K C seine Bleibe hatte konnte die Aufgabe und das Ziel das sich der Verein gegeben hatte, nämlich den Wasser- Wandersport im Einklang mit der Natur, vor allen Dingen der Jugend näher zu bringen, noch ausführlicher umgesetzt werden.

Im Jahre 1968 wurde ein Mannschaftskanadier erworben der 11 Sportler Platz bietet. 1987 folgte ein weiteres großes Sportgerät, ein 7er Kanadier in Polyesterbauweise , ein sehr robustes Boot das vor allen Dingen für Fahrten auf dem Rhein sehr gut geeignet ist.
Zum allgemeinen Wassersport- Betrieb innerhalb des Vereins im Laufe der Zeit sei folgendes bemerkt. Anfangs wurden schon die Auslandsfahrten erwähnt, die von unserem Vereinsgründer Hans Hommer durchgeführt wurden. In den 60er und 70er Jahren waren es die Kanu - Rallyes die sich sehr großer Beliebtheit erfreuten, da sie uns doch auf viele Flüsse und in schöne deutsche Landschaften brachte, die wir sonst nur von Berichten her oder aus dem Fernsehen kannten. Dank der stabilen Kunststoffbooten, über 25 Stück davon haben wir selbst gebaut, wurden unsere Sportaktivitäten zu Beginn der 80er Jahre auf landschaftlich sehr schöne Kleinflüsse verlegt, die, bedingt durch ihre Wildwasser, sportlich viel mehr bieten als der Rhein mit seinen großen Nebenflüssen. So hatten wir u. a. die Sauer oder die Our in Luxemburg, oder die Ahr, die obere Nahe oder die Nagold, Enz, die Würm im Schwarzwald, im Westerwald die Sieg oder die Nister oder Kleinflüsse in Bayern unter dem Kiel. Selbst die Wisper im Taunus wurde von uns nicht verschont. Am Ende einer solchen Fahrt ist man dann stolz auf sich wenn man sagen kann: Auch diesen Bach hast Du wieder ohne zu kentern geschafft.
Doch das Kentern gehört auch dazu, fördert es sehr die Geselligkeit, denn dann gibt es doch immer das sogenannte Kenterbier.

Zahlreiche Sportkameradinnen und Sportkameraden haben im Laufe der Jahre das Wanderfahrer- Abzeichen in Bronze, Silber und sogar in Gold des Deutschen Kanu - Verbandes erworben. Zwei Sportkameraden wurde eine besondere Ehre zuteil. Ihnen wurde vom Hess. Ministerpräsident der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.
Von 1951 bis heute haben die Sportkameradinnen und Sportkameraden des Rheingauer Kanu - Club rund 105.000 Kilometer auf dem Wasser zurückgelegt. Das ist ungefähr zweieinhalb mal die Erde umrundet, eine Leistung auf die der Verein stolz sein kann.
Was den Zeltplatz auf der Krippe an der Mariannen Aue bei Strom - Km 515 betrifft, so ist dieser noch immer von uns zu benutzen.

Am 8. März 1992 hatten wir die Ehre in der Erbacher Halle die Jahres - Hauptversammlung des Hess. Kanu - Verbandes, die alle zwei Jahre in einer anderen hessischen Stadt abgehalten wird, auszurichten.

Im Februar 1993 wurde durch einen Sponsor unser Flaggenmast auf Vordermann gebracht.

1995 wurde das Bootshaus- Gelände um ca 100 m2 für eine Wiese erweitert. Dieses Stück Land hat uns Fam. Detlev von Oetinger zur Verfügung gestellt, auf dessen Grund und Boden unser Bootshaus steht. 1999 begannen die Renovierungsarbeiten an unseren Bootshaus.
Die Außenfassade wurde ausgebessert und neu gestrichen, das Dach erneuert und neue Treppen zu den Bootsboxen installiert. 2000 bekam das Bootshaus neue Türen und die Veranda wurde erneuert. Also alles in allem, das Bootshaus wurde so richtig runderneuert.
Auch im Erbacher Vereinsleben ist der R K C aktiv bei der Sache und erfüllt seine Aufgabe innerhalb der Gemeinschaft.

Dem Rheingauer Kanu - Club stehen heute folgende Sportkameradinnen und Sportkameraden vor:

1. Vorsitzender:
2. Vorsitzender:
Schriftführer:
Kassierer:
Bootshauswart:
Bootshauswart:
Wanderwart:
Jugendwart:

Ehrenmitglieder:





Richard Kremer
Jochen Bender
Werner Fladung
Andreas Krechel
Michael Guttenberger 
Bernd Hoffmann



Albert Albrecht †
Walter Nikolai
Otto Linke
Gisela Bug
Ernst-Dieter Nikolai
Lothar Gareiß

Der Rheingauer Kanu Club 1951 e.V. Erbach ist Mitglied im Vereinsring Erbach, des Landessportbundes Hessen e.V. , des Deutschen Kanu - Verbandes e.V. , und des Hessischen Kanu - Verbandes e.V.
Der R K C hat z.Zt. 98 Mitglieder.

Die Vorsitzenden des R K C von 1951 bis heute:

von 1951 bis 1958:
von 1958 bis 1964:
von 1964 bis 1992:
von 1992 bis 2008:
von 2008 bis heute:
Sportkamerad Hans Hommer †
Sportkamerad Walter Nikolai
Sportkamerad Albert Albrecht † 
Sportkamerad Ernst-Dieter Nikolai
Sportkamerad Richard Kremer